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Ü B E R S I C H T    
mathias26wien Erstellt am: 10.07.2006 : 19:28:49 Uhr
Hallo zusammen!

Ich fahre Ende Juli für ein verlängertes Wochenende in die Wachau (Dürnstein). Hat wer Tipps, was ich mir (v.a.bezüglich wein) anschauen könnte oder kennt wer ein paar gute Restaurants, Heuriger,...??

Vielen Dank und liebe Grüße

Mathias

D I E    10   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
djn-vienna Erstellt am: 03.04.2010 : 16:01:50 Uhr

Gestern im Glas: F.X Pichler Kellerberg Riesling 2000

Schönes Goldgelb im Glas. In der Nase elegant und komplex, schöner Steinobstnoten (Wachauer-Marille). Am Gaumen eine schöne Frucht, ein ganz leichter und durchaus angenhemer Petrol-Ton, vielschichtig und lang, baut sich im Glas immer weiter aus und wird zunehmend komplexer. Tolle Mineralik, geniale Länge. Riesling geht anderst aber kaum besser! 95/100 NP

Viele Grüße

Daniel
Kle Erstellt am: 27.01.2010 : 19:30:57 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: djn-vienna


Hallo Kle,

kann ich mir ja kaum vorstellen. Darf ich fragen, wie der Winzer hieß?
Gerade der 06er Jahrgang ist zum einlagern perfekt geeignet und zur Zeit, fast durch die Bank, ziemlich verschlossen aber mit einem rießen Potenzial.

Viele Grüße

Daniel



Hallo Daniel,

eine Flasche hatte ich mitgenommen und gestern probiert. 2008 wirkte der Wein herb und konzentriert. Scharfe Gräser. Jetzt ließ er volle Frucht raus, auch Süße, die Säure aber blieb und konterkarierte das Ganze aufs Schönste. Außerdem stark nussig anmutende Aromen. Ich hatte gestern viel Freude mit dem Wein und mich geradezu festgeschlabbert. Kurzum: Hätte noch viel länger reifen können. War Bayer Riesling Smaragd Raleis 2006.

Gruß, Kle

pivu Erstellt am: 22.01.2010 : 16:57:07 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Schönleiten

Witzig, gerade den Riesling Achleiten 2008 von Prager habe ich nicht so gut in Erinnerung (ich glaube ich habe in "Empfehlungen/Enttäuschungen" darüber geschrieben). Wie dort vermutet, kann es sich aber um einen schleichenden Kork handeln.
Ich kann mich erinnern, weil ich damals den 'Achleithen' in einem Panel sehr guter deutscher und österreichischer Rieslinge aus 08 hatte und bei mir die Nummer 2 war (hinter FX 'Kellerberg').

Ciao
Peter
Schönleiten Erstellt am: 22.01.2010 : 16:53:05 Uhr
Witzig, gerade den Riesling Achleiten 2008 von Prager habe ich nicht so gut in Erinnerung (ich glaube ich habe in "Empfehlungen/Enttäuschungen" darüber geschrieben). Wie dort vermutet, kann es sich aber um einen schleichenden Kork handeln.

Eine Konterflasche habe ich mir bisher nicht zugelegt, denn warum soll ich doppelt bezahlen, wenn die Produzenten nach wie vor auf Baumrinde setzen ?

Grüße,
Gerald
pivu Erstellt am: 22.01.2010 : 16:39:55 Uhr
Hi there,

so, zur Abwechslung mal was Erfreuliches zur Wachau von mir: der Wine Spectator nennt in seiner aktuellen Ausgabe 4 "Hot Wines", allesamt aus der Wachau : Riesling Smaragd 'Achleiten' 2008 von Prager (97), Riesling Smaragd 'Dürnsteiner Hollerin' 2008 von FX (96), Riesling Smaragd 'Achleithen' 2008 von Rudi Pichler (95) und den Riesling Smaragd Steinriegl 2008 Prager (95). (Cheval Blanc folgt als erster Bdx mit 91 ... ) Rudi Pichler und Toni Bodenstein stehen bekanntermaßen für sauberstes Lesegut, wenig Überreife oder Botrytis und vor allem für messerscharfe Präzision, FX bzw. Lucas können es halt.

Ciao
Peter
pivu Erstellt am: 22.01.2010 : 13:17:32 Uhr
Hallo Gerald,
Zitat:
Original erstellt von: Schönleiten

Was mir in den letzen Jahren bei Wachauer Rieslingen immer mehr auffällt - ich weiß nicht ob das nur Einbildung ist oder ob das auch anderen so geht: die früher so typischen Aromen von Weingartenpfirsich und Marillen sind immer seltener anzutreffen, besonders bei den Smaragden geht die Aromatik heute mehr in die "schwerere" Richtung, z.B. Dosenpfirsich. Persönlich finde ich das schade, da ich gerade die zuerst genannten "hell klingenden" Noten besonders schätze.

Kann das mit der immer späteren Lese (teilweise Dezember) zusammenhängen oder ist das nur Einbildung meinerseits bzw. langsame Degeneration des Geruchssinnes ?
sicher spielt auch die Weingartenarbeit eine, wenn nicht die wichtigste Rolle. Ich hab' mir das vor 10 Jahren zwar nicht so kritisch wie heute angesehen, es fehlt also der direkte Vergleich, aber wenn man im Spätsommer viele Wachauer Weingärten durchstreift, hängen da a) schon Trauben, die besser nicht drauf hängen sollten und b) sind die Böden oftmals ziemlich leblos . (Details per DM.)

Ciao
Peter
Schönleiten Erstellt am: 22.01.2010 : 12:31:12 Uhr
Hallo Rico,

danke für die moralische Unterstützung, vielleicht ist meine Nase also doch noch nicht ganz kaputt.

Mit dem Alkohol alleine (siehe Bernhards hochinteressante Ausführungen) dürfte es aber nicht so viel zu tun haben, denn der gestern verkostete Riesling Smaragd Achleiten 2008 von der Domäne Wachau hatte "nur" 13,0 Prozent. Und typische Botrytisnoten konnte ich eigentlich auch nicht erkennen.

Meine Frage war, ob das Hängenlassen bis Dezember nicht irgendwie auf Kosten der frischen Fruchtnoten geht. Wenn ich mich nicht irre, lesen doch auch im Burgund manche Spitzenerzeuger relativ früh zugunsten der Aromatik, oder ?

Zweite Frage: sind vor 10-20 Jahren die Smaragde auch so spät gelesen worden oder ist das eine "Erfindung" der letzten Zeit?

Grüße,
gerald
weinfidél Erstellt am: 22.01.2010 : 11:55:48 Uhr
Hallo zusammen,

Zitat:
Original erstellt von: djn-vienna

Zitat:
Original erstellt von: Schönleiten



Kann das mit der immer späteren Lese (teilweise Dezember) zusammenhängen oder ist das nur Einbildung meinerseits bzw. langsame Degeneration des Geruchssinnes ?

Grüße,
Gerald


.... gab es bei sehr vielen Smaragden eine tolle Marillen-Aromatik. Ist bei manchen Rieslingen noch ausgeprägter als bei den GV.
Marille pur ist z.B Prager Wachstum Bodenstein 06 oder auch F.X Hollerin 08. Nur um zwei zu nennen. Vielleicht stört dich bei manchen, oft sehr dichten, Smaragden die hochreife Marille am Gaumen und in der Nase?

Viele Grüße

Daniel



ich meine Gerald zu verstehen. "Dosenpfirsich" oder allenfalls auch Dosenmarille (-Aprikose) geht ja meist einher mit, sagen wir mal, verschleierter Frucht, also nicht wirklich präzis. Für mich ist da dann meist der häufig anzutreffende Honigton mit im Spiel. Nichts gegen hochreife Marille. Nur, wenn sie dann zu fett ist (kann man gut in den verschiedensten Interpretationen von Marillenkonfitüren nachvollziehen, von hellerer Frucht bis zu komplett eingekochter Frucht, also wo klarerweise auch der Zucker =Honig eine Rolle spielt), und die Dichte ein bisschen gar dicht wirkt, dann sind wir ganz schnell beim Thema Botrytis...und seinen Auswirkungen...
In dem Zusamenhang: Teil 4 Zuhnami von Mitglied B. Fiedler !!

fidélst
djn-vienna Erstellt am: 22.01.2010 : 11:22:40 Uhr
Christian, Sie haben Mail
dyingromeo Erstellt am: 22.01.2010 : 11:12:09 Uhr
Daniel, Sie haben Mail

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