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 Schlechte Erfahrungen mit 1855?

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Ü B E R S I C H T    
wernetti Erstellt am: 05.10.2006 : 11:48:32 Uhr
Hallo beisammen,

hat jemand von Euch (schlechte) Erfahrungen mit Weinbestellungen, -lieferungen, oder -subskriptionen bei 1855.com gesammelt?
Ich habe schon öfters dort bestellt, war eigentlich bis vor kurzem sehr zufrieden und habe deswegen auch einige Subs dort aufgegeben.

...bis vor kurzem...

Nun warte ich einerseits noch immer auf meine (bereits inkl. Mwst.) bezahlten 03 Subs, habe andererseits eine reguläre 2003 Leo Poyferre-Bestellung (natürlich ebenfalls schon bezahlt) ausständig und erreiche niemanden bei 1855 (telefonisch läuft ein Band, auf eMail-Anfragen wird nicht geantwortet).

Meine Frage: Hat jemand von Euch irgendetwas über mögliche wirtschaftliche Schwierigkeiten des Unternehmens gehört, bzw. kürzlich erfolgreich Kontakt zu 1855 aufgenommen?
Meine Geduld ist jedenfalls bald am Ende und ich überlege ernsthaft einen Anwalt einzuschalten!

lg wernetti
D I E    10   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
gerfur Erstellt am: 15.04.2010 : 11:12:18 Uhr
Mal ein gute Nachricht!
Habe nach 1 Jahr meine Kiste Ch.Canon la Gaffeliere 2006 bekommen.
Nach ca. 10 e-mails.
lg
Gerfur
Henri Erstellt am: 15.04.2010 : 10:50:01 Uhr


Erfolg gegen 1855

Gut 7 Monate, nachdem die Pfändung von meinem Anwalt in Paris
in Auftrag gegeben wurde, ist der Gerichtsvollzieher erfolgreich
gewesen. Ich habe meine gesamten Primeurs 2005 sowie alle
Außenstände, die das Gericht mir zugesprochen hat, erhalten.
Nun geht es um die Primeurs 2006. Wenn 1855 wieder nicht liefern
will, kommt der nächste Prozess.
Wenn 1855 allerdings liefert - ohne überhöhte Nebenkosten -
werde ich dies ehrlicherweise hier auch vermelden.
Bis dahin

Henri
bluebalu Erstellt am: 26.03.2010 : 14:39:09 Uhr
Meine 2005er Subskription wird nun im April abgewickelt:

Nachdem sich 1855 auf alle Anfragen (email, Brief, Telefonat) bezüglich der Auslieferung meiner 2005er Subskription tot gestellt hatte, habe ich im Frühjahr 2009 einen Anwalt eingeschaltet. Auf dessen Betreiben wurde 1855 in Paris in Abwesenheit zu einem Zwangsgeld von €200.- pro weiterem Tag der Nichtlieferung verurteilt. Eine Lieferung erfogte trotzdem nicht.

Im Sommer haben wir dann die Taktik geändert, da auch auf Grund der Berichte hier im Forum und der Schwierigkeiten beim Pfänden der Zwangsgelder, eine baldige endgültige Zahlungsunfähigkeit immer wahrscheinlicher schien. Wir haben nun auf Aufhebung und Schadensersatz geklagt.

Dieser Klage wurde vor Gericht stattgegeben. Gestern kam nun die Meldung aus Paris, dass es dem Gerichtsvollzieher gelungen ist, den eingeklagten Betrag voll beizutreiben, und dass das Geld im April ausgezahlt werden kann.

Nie mehr 1855!

Viel Erfolg für Alle, die diesen Weg noch vor sich haben.

Bluebalu
demidblanc Erstellt am: 04.03.2010 : 15:50:11 Uhr
mmhh die klingen ehrlich, in 2008 Probleme gehabt und haben bis 2010 gebraucht um sie zu lösen...
Auxey Erstellt am: 03.03.2010 : 12:46:10 Uhr
So unglaublich es klingt, nach zig Mails und Briefen auch an das Wirtschaftsminsterium in Paris ist heute eine 6er Haut Bailly 2005
von 1855 auf meinem Schreibtisch gelandet.

Habe den Wein eigentlich schon abgeschrieben gehabt und nur mehr so alle 3 monate ein böses mail gesendet.
Nach einem jahr funkstille dann ein lustiges mail in dem sie sagen 2008 gewisse probleme gehabt zu haben aber jetzt ist wieder alles ok.
Glaub ich sofort...
alexmaxflo Erstellt am: 07.01.2010 : 21:02:01 Uhr
Hallo Henri,

hast du noch was gegen 1855 erreicht?

Ich bin zum Glück, gut aus der Sache gekommen. 1 6-Kiste 2005 hat gefehlt, da habe ich aber das Geld bekommen. Nun fehlt mir der Wein, aber was soll es, wenn es nicht mehr Lehrgeld ist.

Gruss und viel Glück mit dem Husier

Alexander
Henri Erstellt am: 29.12.2009 : 12:15:51 Uhr

Hallo Georg,

mein Anwalt in Paris betreibt die Pfändung gegen
1855 seit Ende August 2009. Bisher ohne Ergebnis.
Ich glaube, 1855 ist sehr geschickt. Sie haben
viel Erfahrung in diesen Dingen.
Wenn die Pfändung erfolgreich ist, klage ich auch
meine Primeurs 2006 ein.
Interessant ist auch folgendes: Ich wollte 1855
d.h. M. Sauty de Chalon und Jan Wagner bei der
deutschen Polizei wegen Betruges anzeigen. Der
Tatbestand des Betruges scheint vorzuliegen, aber
eine Straftat muss in dem Land angezeigt werden, in
dem sie begangen worden ist.
Deswegen kläre ich gerade ab, wie ich von hier aus
eine Anzeige in Frankreich gegen 1855 wegen Betruges
einreichen kann. Man lernt dazu.

Beste Grüße und viel Erfolg

Henri
gddg007 Erstellt am: 18.12.2009 : 13:52:43 Uhr
Hallo Henri,

Ich bin auch 1855-geschädigt und habe heute ein Urteil gegen die Firma erwirkt. Die haben auch auf die Klage überhaupt nicht reagiert. Nun steht nach der Rechtsmittelfrist das Thema Exekution an. Wie ist es dir - oder eventuell auch anderen Mitlesern - beim Eintreiben von 1855 ergangen?

lg
Georg
THH Erstellt am: 23.09.2009 : 20:55:34 Uhr
Hallo Henri,

so wie die Sachlage aussieht würde ich die Klage bzw. die Pfändung möglichst rasch vorantreiben.

Leider mahlen die Gerichtsmühlen auch in Paris ziemlich langsam. Mein RA hatte mit einem Gerichtsvollzieher namens Jacques Pagès zusammengearbeitet. Das ganze hat mit vorweg gelaufener Zahlungsaufforderung insgesamt knapp 4 Monate gedauert ... natürlich inkl. ausgedehnter Sommerpause. Jetzt könnte es schneller laufen.

Eine Sammelklage wäre theoretisch nicht uninteressant, setzt aber eine kritische Masse an Interessenten voraus. Hier im Forum bewegen sich vielleicht ein oder zwei Dutzend Leidgeplagte, aber - wie schon zuvor gesagt - ich schätze die wahre Dunkelziffer an Geschädigten sehr viel größer ... sind eben nicht leicht zu erreichen und viele wollen auch gar kein Faß aufmachen, nachdem sie sich einmal die Finger verbrannt haben.

Für die Medien ist die Story nicht spannend genug ... da gibt es ganz andere. Eigentlich wäre es ein klassisches Thema für den EU-Konsumentenschutz.

VG,
Thomas
hordeum-vinifera Erstellt am: 23.09.2009 : 17:20:37 Uhr
Hallo Henri,

das Unternehmen hat einen stolzen Verlustvortrag (retained earnings) angesammelt - siehe hier:

http://investing.businessweek.com/businessweek/research/stocks/financials/financials.asp?ric=AL185.PA&dataset=balanceSheet&period=A

Das Eigenkapital ist inzwischen - trotz einer Kapitalspritze (Additional Paid in Capital) von 12,2 Mio. € in 2007 - deutlich im Minus. Die Anzahlungen - unearned revenue - (wahrscheinlich hauptsächlich aus Subskriptionen) übersteigen die Forderungen aus Subskriptionslieferungen - other receivables - deutlich.

Die Ertragslage sieht nicht gerade rosig aus:

http://investing.businessweek.com/businessweek/research/stocks/financials/financials.asp?ric=AL185.PA

Auffällig sind insbesondere die negativen Rohergebnisse (gross profit), die die These stützen, dass Subskriptiosnweine teuer auf dem Markt eingekauft wurden.

Trotzdem ist der Kurs in den letzten Monaten leicht angestiegen:

http://investing.businessweek.com/businessweek/research/stocks/charts/charts.asp?ric=AL185.PA

Alles sehr, sehr merkwürdig.

Grüße

Hartmut

© Mario Scheuermann Zum Anfang der Seite
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