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 Kork, Glas oder Twist ?
 Wievele "teure" Weine mit Alternativverschlüssen?
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Seite: von 20

Funck
Senior Member

Deutschland
1738 Beiträge

Erstellt  am: 02.05.2006 :  21:03:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Moin, moin,

das Ergebnis der Umfrage der letzten Woche in vinavisen.dk
Ja 73 %
Nein 18 %
Ist egal 9 %

Mitgemacht haben immerhin 2496 Leute. Der Schrauber kann also kommen!

Schöne Grüße

Wolfgang
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Michael Pronay
Advanced Member

Österreich
875 Beiträge

Erstellt  am: 13.05.2006 :  16:31:45 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Patrick

Das Prinzip 100% Glas gibt es schon :
Glasverschluss System Gantenbrink.

Die Flaschen erhalten einen längeren Hals. Darin wird eine Phiole eingelegt. Am Oberen Ende wird die Phiole mit der Flasche verschmolzen. Der Abstand zwischen Schmelzrand und Wein ist groß genug um eine Aufheizung und Schädigung des Weines zu verhindern.
Nur für den Fall, dass es jemand noch nicht wissen sollte: Der Gantenbrink-Versuchballon, der auf (und mit) Chateau Ausone aufgestiegen ist, musste irreparabel notlanden. An der Schweißnaht traten Haarrisse auf, die Flaschen waren damit nimmer dicht.

Also das System "Glasampulle" funktioniert derzeit definitiv nicht; mir sind auch keine jüngeren Versuche bekannt.

Ceterum censeo corticem esse delendum
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Herr F.
Active Member

Deutschland
16 Beiträge

Erstellt  am: 15.05.2006 :  21:22:55 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo an alle in diesem Thread.

Wirklich ein sehr interessantes Thema bzw. sehr schön von euch diskutiert. Auch wenn ich Geralds Ausführungen nicht immer ganz folgen konnte. Mir geht es da wie Pasta:
Zitat:
Das mag daran liegen, dass 4 Jahre Chemie zum Abitur und 3 Zwangssemester Chemie während meines Studiums mein prinzipielles Unverständnis für chemische Vorgänge und Formeln nicht verändern konnten.


Zur Eingangsfrage:
Ich habe derzeit nur eine Flasche mit Alternativverschluß (Glasverschluß) im Keller und zwar einen Zweigelt von Heinrich (Österreich).
Bisher war ich zumindest "unterbewußt" ebenfalls der Meinung, dass es irgendwie "dazugehört", dass Wein mit Kork verschlossen wird und da es sich um ein Naturprodukt handelt, man auch mit gewissen Fehlerraten leben muss.
Das Getränk Wein hebt sich einfach durch den Kork von anderen ab und die Zeremonie des Offnens mit einem Korkenzieher hat schon etwas...
Allerdings habe ich meine Einstellung dazu beim Lesen des Threads überdacht und bin ebenfalls zu dem Schluß gekommen, dass das entscheidende doch der Wein in der Flasche sein muß.
Glas als Material kam mir bisher (wenn denn schon Alternativverschluß) immer passender vor. Allerdings bin ich mir über den Reifegrad des Systems bzw. der Langzeiterprobung nicht so sicher. Somit wird mir der Screwcap immer sympathischer (gilt auch für den Kronkorken, jedoch mit ästhetischen Vorteilen des Stelvin-Verschlusses).

Herzliche Grüße

Philipp

Es soll keiner so wenig Wein trinken,
dass er seiner Gesundheit schadet.
---------------------- (Marc Aurel)
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Weinsnoblehrling
Advanced Member

Österreich
148 Beiträge

Erstellt  am: 15.05.2006 :  22:37:00 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Herr F.

Ich habe derzeit nur eine Flasche mit Alternativverschluß (Glasverschluß) im Keller und zwar einen Zweigelt von Heinrich (Österreich)


Einen solchen 2004er Zweigelt mit Glasverschluss hatte ich vor kurzem auch im Glas ... und wenn ich ich nicht selbst den Glasverschluss entfernt hätte, dann hätte ich auf einen schleichenden Kork getippt ... hier wäre eine 2te Flasche interessant gewesen.

Trotzdem: Mittlerweile würde ich im 10 Euro Bereich eine Flasche mit Alternativverschluss immer einer Flasche mit Kork vorziehen.

Schöne Grüße
Christian
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Wolfgang
Senior Member

Deutschland
1147 Beiträge

Erstellt  am: 16.05.2006 :  07:26:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Wolfgang's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Allerdings habe ich meine Einstellung dazu beim Lesen des Threads überdacht

DAS finde ich sehr sympathisch!

Wolfgang Faßbender
http://wolfisweinworte.blogg.de
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Weinsnoblehrling
Advanced Member

Österreich
148 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2006 :  11:47:36 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo!

Ich hab zu dem Thema gerade auf der Gesellmann-Homepage (www.gesellmann.at) einiges Interessantes entdeckt: Das Weingut bietet ab sofort so gut wie alle Weine (vom Zweigelt bis zum G 2002!!!) mit Stelvin Schraubverschluss an. Auch das Warum ist erklärt bzw. dass die Weine mit weniger Schwefel gefüllt werden können. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich mal nachfragen, in welchem Verschluss-Verhältnis die Wein gefüllt werden.

Schöne Grüße
Christian
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Michael Pronay
Advanced Member

Österreich
875 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2006 :  13:46:02 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Langsam kriege ich wirklich das Gefühl, dass die Leute, die den Winzern Stelvin-Schraubverschlüsse verkaufen, entweder uns alle für Trottel halten (oder selbe welche sind). Wie anders ist es zu erklären, dass bei Gesellmann schon wieder das Märchen auftaucht, dass der Wein nicht mit Silikon, sondern mit einer "Spezialmetalllegierung" in Kontakt käme?

Zum X-ten mal: In Kontakt mit Wein ist beim Saranex-Dichtungplättchen Polyethylen, beim (wesentlich häufiger verkauften) Saran-Tin-Plättchen PVDC (Polyvinylidenchlorid).

Ceterum censeo corticem esse delendum
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Patrick
Advanced Member

Deutschland
230 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2006 :  15:41:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Patrick's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Michael,

es ist eben nicht ganz einfach sich vom Plastiktank abzuheben indem man seine Weine in Edelstahltanks ausbaut...

Das hat sich in die Köpfen der "Winemaker" reingefressen...

Also nochmal ohne rätselartige Andeutung...

Früher wurden viele Weine in Plastiktanks oder GlasFaserKunstoff Tanks ausgebaut ...

Nachteil leichte oxidation und evtl. Plastiknoten im Wein.

Seitdem es Edelstahltanks gibt ist alles neutral.


Und genau deshalb sieht man gerne den Wein in Kontakt mit einer Metalllegierung und nicht mit Kunststoff.

Wer achtet da denn schon auf die Feinheiten?

Viele Grüße

Patrick

http://www.johner.de

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knalli
Advanced Member

Österreich
717 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2006 :  18:19:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche knalli's Homepage  Sende knalli eine AOL Message  Antwort mit Zitat
Ich kann mich aber auch noch genau daran erinnern, dass man mir bei einer Pressekonferenz zu den Vorzügen des Stelvin, erklärt hat, dass die Zinnfolie mit dem Wein in Kontakt sein und das Plastik darüber.

Vielleicht gab (oder gibt) es ja irgendwo einen Schrauber, der das hat, Stelvin jedenfalls nicht, auch wenn die das selber erzählen.

knalli
www.wine-times.at oder www.wine-times.com
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Michael Pronay
Advanced Member

Österreich
875 Beiträge

Erstellt  am: 24.05.2006 :  19:04:31 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Nein, Knalli, hat's nie gegenben, weil Zinn unter Druck am Glasrand die Tendenz hat, Haarrisse zu kriegen. In der Symbiose mit dem PVDC hingegen geht's.

Ceterum censeo corticem esse delendum
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