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Thema  |
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Patrick
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Deutschland
230 Beiträge |
Erstellt am: 26.05.2006 : 08:17:37 Uhr
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Hallo Michael, Hallo Knalli,
die Versuche mit den Zinnkapseln - Verhüterli von Herrn Hiss haben gezeigt, dass das Zinn sich mit dem Glass sogar verklebt / verschmelzt... d.h. Dass Zinn wird durch den Wein leicht oxidiert... was unproblemaitisch wäre... allerdings klebt sich dieses Zinnoxidschicht auch an das Glass fest.
Beim Entfernen der Dichtung von dem Glass, würde diese zerreisen. Beim eingiesen des Weines würde dann vermehrt Zinn mit eingeschenkt werden. Dieses Zinn wird den Wein als Katalysator im Glas schneller oxidieren lassen. (Ist übrigens eine wichtige Regel, für diejenigen, die die Kapsel (bei normalen Korkflaschen) nicht richtig entfernen und die Pampe darunter wegputzen.
Übrigens sieht man diesen Belag sehr genau, wenn man mal eine Zinnkapsel komplett entfernt und die Glassoberfläche anschaut.
Viele Grüße
Patrick |
http://www.johner.de
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Schönleiten
Administrator
   
Österreich
3722 Beiträge |
Erstellt am: 26.05.2006 : 08:48:29 Uhr
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Hallo Patrick,
dass sich Zinn mit Glas "verklebt" (ich glaube der korrekte Ausdruck ist "verbacken"), kann ich mir schon vorstellen, da Zinn ja mit dem Silizium (als SiO2 Hauptbestandteil des Glases) verwandt ist und daher SnO2 in die Struktur eingelagert werden kann.
Die anderen Behauptungen halte ich allerdings für Märchen. Zinn oxidiert sicherlich nicht durchgehend im Wein, sondern bildet nur eine dünne Zinndioxid-Schicht, die es vor weiterer Korrosion schützt. Dies passiert auch bei Wasser oder an der Luft, da Zinn ja als "unedles" Metall gilt. Jedenfalls ist es gegen schwache Säuren (z.B. Weinsäure) beständig und kann daher bedenkenlos für Lebensmittel verwendet werden.
Zitat: Dieses Zinn wird den Wein als Katalysator im Glas schneller oxidieren lassen
Sorry, das hört sich schon sehr esoterisch an ("O-Pen", "breathing glass" & Co lassen grüßen ). Hast du dafür einen Beleg ? Für mich klingt das jedenfalls sehr unglaubwürdig, denn einerseits geht ja kein Zinn in Lösung (siehe oben - Oxidschicht), andererseits habe ich noch nie gehört, dass Zinnverbindungen in biologischen Medien als Sauerstoffüberträger fungieren können, da passt das Redoxpotential einfach nicht (andere Metalle, z.B. Kupfer, hingegen schon - zumindest in "Zusammenarbeit" mit SO2).
Grüße, Gerald
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Patrick
Advanced Member
  
Deutschland
230 Beiträge |
Erstellt am: 26.05.2006 : 12:09:37 Uhr
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Hallo Gerald,
vielleicht stammt es noch aus einer Zeit, wo die Kapseln aus Blei gefertigt wurden ???
Viele Grüße
Patrick |
http://www.johner.de
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knalli
Advanced Member
  
Österreich
717 Beiträge |
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Michael Pronay
Advanced Member
  
Österreich
875 Beiträge |
Erstellt am: 08.06.2006 : 15:55:23 Uhr
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Zurück zum Thema des Threads: Martin Nigl verschlaubt alle Weine, die preiswerteren zur Gänze, die höherwertigen (bis hinauf zum Privat) teilweise.
Sepp Mantler verschraubt seit Jahrgang 2004 witzigerweise das mittlere Segment teilweise, inzwischen offenbar mehr, bis hinauf zu einer ganz und gar köstlichen süßen Riesling-Auslese 2005 (11% Alk.). |
Ceterum censeo corticem esse delendum |
Bearbeitet von: Michael Pronay am: 08.06.2006 15:56:01 Uhr |
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Schönleiten
Administrator
   
Österreich
3722 Beiträge |
Erstellt am: 11.12.2007 : 10:29:37 Uhr
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Aus dem Südburgenland-Thread hierher verschoben:
----------------------------- Weinsnoblehrling:
Zitat: Original erstellt von: pvech
Und ganz nebenbei, Uwe ist wieder weg vom Schrauber .
Warum???
----------------------------- pvech:
Zitat: Original erstellt von: Weinsnoblehrling
Zitat: Original erstellt von: pvech
Und ganz nebenbei, Uwe ist wieder weg vom Schrauber .
Warum???
Weil Uwe meint, dass sich seine Weine Weine mit Naturkork besser entwickeln. Diese Meinung teilt er mit den meisten guten Rotweinwinzern. Tatsächlich findet man bei manchen verschraubten 05ern reduktive Noten (, die aber vergehen).
Ciao Peter
PS: bitte hier nicht eine weitere Diskussion pro oder anti Kork, dafür gibt's ca. 17 andere threads .
----------------------------- Knalli:
Keine neue Kork-Schrauber-Diskussion. Nur so viel: Ich fülle meinen KnallRot ja beim Franz Weninger, der so wie Uwe nicht vom Schrauber überzeugt ist. Seine Weine, die er testweise mit Schrauber füllte, hatten reduktive Noten, meine nicht.
Man darf das eben nicht "halbert" machen. Wenn man einen Wein schraubt, dann muss er eben anders - etwas weiter oder von mir aus auch einen Hauch oxidativer - ausgebaut sein. Man kann aber nicht denselben Wein verkorken und verschrauben, das machen aber leider die meisten, auch der Uwe Schiefer. Und dann wundern sie sich, warum sie das Stinkerl (das, wie Peter schon mailte aber eh vergeht) drin haben.
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FineLiquids
Active Member
 
Deutschland
83 Beiträge |
Erstellt am: 11.12.2007 : 10:41:49 Uhr
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Hoffe auch, dass zumindest hier in Fachkreisen die Diskussion Kork oder alternativer Verschluss endgültig durch ist.
Dass die abgefüllte Qualität auf jeden Fall an den gewählten Verschluss angepaßt werden muss ist wohl klar. Das sollte jeder Winzer als Herausvorderung sehen, den optimalen Umgang mit der neuen Technologie zu finden.
Habe weder Lust bei der letzten Flasche von meinem Lieblingswein, der sicher nicht aus dem unteren Preisegment kommt eine Korkschaden zu haben, noch bei einfachen Weißen bereits nach 6 Monaten einen UAT.
Im Übrigen: "Was für eine überholte Technik, Lebensmittel mit einem Stück Baumrinde zu verschließen, würde man das für Babynahrung auch empfehlen?"
Grüße, Robert |
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Bearbeitet von: FineLiquids am: 11.12.2007 10:44:01 Uhr |
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pivu
Senior Member
   
Österreich
3350 Beiträge |
Erstellt am: 11.12.2007 : 10:52:07 Uhr
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Zitat: Original erstellt von: FineLiquids
Hoffe auch, dass zumindest hier in Fachkreisen die Diskussion Kork oder alternativer Verschluss endgültig durch ist.
Ganz sicher nicht, zumindest nicht in Deinem Sinn, schon gar nicht bei "teuren" Weinen. In Ö, das ja als einer der Vorreiter für alternative Verschlussarten gilt, geht bei höherpreisigen Weinen der Trend zurück zum Kork, und zwar zum Premium-Kork. Die Veränderung der Vinifikation (mit allen Risiken) ist das eine, die Entwicklung auf der Flasche das andere. Und täusch' Dich nicht, auch beim Schrauber gibt's Flaschenfehler im einstelligen Prozentbereich.
Ciao Peter |
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pivu
Senior Member
   
Österreich
3350 Beiträge |
Erstellt am: 11.12.2007 : 10:56:51 Uhr
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Hallo Robert,
noch was: Zitat: Original erstellt von: FineLiquids
Im Übrigen: "Was für eine überholte Technik, Lebensmittel mit einem Stück Baumrinde zu verschließen, würde man das für Babynahrung auch empfehlen?"
Wenn Du Wein mit Babynahrung vergleichst, d'accord. Aber "teurer" Wein - das ist das Thema dieses threads - ist einmal ein Naturprodukt. Wie gutes Brot bei meinem Bäcker. Und wie lagerst Du dieses? Am besten im Stoff- oder Leinentuch, keinesfalls aber im luftdichten High-Tech-Stahl oder Plastiksackerl wie das ALDI-Toastbrot . Hast mi ?
Ciao Peter |
Bearbeitet von: pivu am: 11.12.2007 11:12:50 Uhr |
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Schönleiten
Administrator
   
Österreich
3722 Beiträge |
Erstellt am: 11.12.2007 : 11:13:49 Uhr
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Hallo Peter,
Zitat: Und täusch' Dich nicht, auch beim Schrauber gibt's Flaschenfehler im einstelligen Prozentbereich.
Wenn ich die Hintergründe richtig verstanden habe, liegt es beim Schrauber aber immer an Fehlern beim Winzer (Maschineneinstellung, Schwefelung etc.), beim Kork ist es aber einfach unvorhersehbar. Abgesehen davon hört man nicht selten, dass negative Korkeinflüsse (nicht TCA, aber dass der Wein einfach nicht so schmeckt wie er sollte) manchmal 50% oder noch mehr der Flaschen betreffen ...
Zitat: Aber "teurer" Wein - das ist das Thema dieses threads - ist einmal ein Naturprodukt. Wie gutes Brot bei meinem Bäcker. Und wie lagerst Du dieses? Am besten im Stoff- oder Leinentuch, keinesfalls aber im High-Tech-Stahl oder Plastiksackerl wie das ALDI-Toastbrot
Der Vergleich hinkt meiner Meinung nach aber schon. Kork mit unreproduzierbaren negativen Einflüssen ist da nicht mit einem sauberen Leinensack vergleichbar, sondern eher, wenn man das Brot in der Erde vergräbt (wie ein Hund mit seinem Knochen). Ob da störende Mikroorganismen kommen oder nicht, ist dann - wie bei Kork - Zufall.
Grüße, Gerald |
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