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Weinreporter
Administrator
    
Deutschland
7008 Beiträge |
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innauen
Senior Member
   
Deutschland
1559 Beiträge |
Erstellt am: 05.02.2008 : 23:35:33 Uhr
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Lieber Herr Scheuermann,
wer wie ich 2005 subskribiert hat, Gespräche mit Weinhändlern führt und die Preispolitik verfolgt, der kann sich über die Aussagen der Autorin - vor allem wenn sie so unbegründet daherkommen - nur wundern. Schön wär´s kann man nur sagen. Vielleicht würden dann mal wieder die Preise fallen.
Machen Sie weiter und bleiben Sie kritisch!
Grüße, |
"Wer weiß, wie Gesetze und Würste gemacht werden, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen." Otto von Bismarck |
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Weinreporter
Administrator
    
Deutschland
7008 Beiträge |
Erstellt am: 06.02.2008 : 20:03:56 Uhr
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Die Kollegin Exler wird es dank dieser Geschichte zu einiger Berühmtheit bringen. Inzwischen haben zehn Weblogs das Thema aufgegriffen. Ich frage mich nur, warum die Redaktionen der WamS bzw. Welt online nicht reagieren, denn was man da dann so liest ist wahrlich wenig schmeichelhaft für das Haus Springer. Aber anscheinend interessiert das dort keinen. Gruss Mario Scheuermann |
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innauen
Senior Member
   
Deutschland
1559 Beiträge |
Erstellt am: 06.02.2008 : 21:10:29 Uhr
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aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Redaktionen vieler Zeitungen da sehr schmerzfrei agieren. Kritik aus der Blogosphäre oder von Experten wird gerne als nicht relevant abgetan. Klar, wer hier auf dem Forum hat schon alles ein WELT-Abo oder wer surft täglich auf dieser Seite?! Ruiniert wird lediglich der langfristige Ruf des Mediums. Aber der ist in Zeiten von user-generated-content auch nicht mehr so wichtig wie früher. Wichtig ist nur, dass die weinunkundige Zielgruppe nichts bemerkt und die Werbekunden nicht abspringen. Für die ist wiederum nur die Auflagenhöhe und die Reichweite entscheidend. Da mögen solch kontroverse Artikel gar nicht mal so schädlich sein. Der Erfolg wird ja nur in absoluten (Zugriffs-)zahlen gemessen.
Publikationen im Internet gehen sogar schon einen Schritt weiter. Bei SPIEGEL-ONLINE etwa erscheinen immer häufiger Artikel mit Fehlern (sowohl inhaltlichen als auch Schreibfehlern). Vorrangiges Ziel ist Schnelligkeit. Über Leserbeschwerden wird das dann im Laufe des Tages korrigiert. Am Ende des Tages gibt es dann einen perfekten Text und die Lektoren-Leser haben den Eindruck, Einfluss auszuüben.
Das ist freilich eine ganz andere Form von Journalismus. Das Positive daran ist lediglich, dass sich eine Irrmeinung, wie die in der WELT verbreitete, am Ende mangels Monopolstellung nicht durchsetzen wird. |
"Wer weiß, wie Gesetze und Würste gemacht werden, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen." Otto von Bismarck |
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wuwerle
Junior Member

Argentina
4 Beiträge |
Erstellt am: 07.02.2008 : 00:11:27 Uhr
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Hallo Herr Scheuermann! Unqualifizierte Pressekommentare wie die von Andrea Exler sind immer bedauerlich, insbesondere dann, wenn diese an der Wirklichkeit - beabsichtigt oder unbeabsichtigt - es kommt ja aufs gleiche hinaus, vorbeigehen! Schade, die Klarstellung muesste Andrea Exler ohne Resentiments akzeptieren! Freundlicher Gruss, wuwerle |
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Hansi
Advanced Member
  
Denmark
249 Beiträge |
Erstellt am: 07.02.2008 : 02:06:27 Uhr
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Wenn man die "Diskussion" im Bordeaux-blogg verfolgt hat, kann man die Äusserungen von Dr.Exler eigentlich nur als peinlich empfinden. Angriff kann zwar die beste Verteidigung sein, aber jeglicher Stellungname zur Sachkritik auszuweichen und stattdessen die Integritet des Kritikers in Frage zu stellen, wirkt ziemlich hilflos.
Gruss Hansi |
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Der Michael
Advanced Member
  
Deutschland
265 Beiträge |
Erstellt am: 07.02.2008 : 09:41:58 Uhr
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Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, über WSET Prüfungsaufgaben zu bearbeiten. Dort muss man u.a. zu Fragen Stellung nehmen, was Recherche, Zitate der Quellen etc. bedeutet. Wenn ich so was abliefern würde, würde ich mit Pauken und Trompeten durchfallen, und ich bin weder Journalist, der das beherrschen sollte, noch in irgend einer anderen Art bewandert mit dieser Tätigkeit. Das geht meinen Mitprüflingen übrigens genauso und ich bin sicher, das keiner so was abgeben wird. Trauriges Bild. |
Grüße
Der Michael |
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KS
Active Member
 
Deutschland
61 Beiträge |
Erstellt am: 07.02.2008 : 10:30:52 Uhr
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Zitat: Original erstellt von: Weinreporter
Nur zur Erinnerung: es ist nicht das erste Mal, dass Frau Exler mit ihrer Meinung über den Bordeaux-Markt daneben lag. Im August 2005 schrieb sie: Der Markt für Spitzenweine ist zusammengebrochen. Selbst renommierte Weingüter stecken in der Krise.
Siehe auch hier: http://bordeaux.blogg.de/eintrag.php?id=209 und da: http://www.talk-about-wine.de/topic.asp?TOPIC_ID=2282&whichpage=1
Was danach passierte, wissen wir alle nur allzu gut. Gruss Mario Scheuermann
... Katastrophe, was die Frau da verzapft hat! Und wie viele Leser nehmen sowas für bare Münze!
Sehr gute, akribische Richtigstellung, die Sie Herr Scheuermann im "Weblog Planet Bordeaux ("Schiefes WELT-Bild")" geschrieben haben!!!
Hoffentlich hat das auch die Redaktion von WELT online endlich realisiert!!!???
Gruss, KS |
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AH
Active Member
 
50 Beiträge |
Erstellt am: 07.02.2008 : 12:04:44 Uhr
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Hallo,
in Anbetracht der Qualität des Journalismus erscheint mir der Artikel doch als Durchschnitt.
Man frage irgendeinen Fachmann (eines beliebigen Faches) über die Berichterstattung über sein Fach in den Medien. Im Regelfall wird dabei herauskommen, daß die Medien falsche, zusammenhanglose und unverstandene Informationen vermitteln. Eigenartigerweise sind dieselben Menschen oft recht leichtgläubig, was die für sie fachfremden Informationen in den Medien angeht.
Die Journalisten haben nunmal (zu) oft keine sachliche Kenntnis davon, worüber sie schreiben. Bisweilen entstehen daraus sogar ganze Wahngebäude und Wahn-Märkte, wie z.B. der u.a. von Publikumszeitschriften (Hifi-Presse) seit ca. 1980 verbreitete Wunderglaube an den "Kabelklang" eindrucksvoll-amüsant bewiesen hat.
Leider sehe ich den Journalismus, wie er zur Zeit im Durchschnitt betrieben wird, als eine der wesentlichen Gefahrenquellen für die Demokratie an, die letztlich davon lebt, daß ihre Teilnehmer einigermaßen solide informiert sind.
Neue Medien, wie das Internet, haben hier Vorteile, da sich Fachleute an der Informationsvermittlung beteiligen können, bergen jedoch auch Risiken, Meinung im eigenen Interesse zu manipulieren.
Gruß
Andreas
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Bearbeitet von: AH am: 07.02.2008 12:21:03 Uhr |
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Schönleiten
Administrator
   
Österreich
3722 Beiträge |
Erstellt am: 07.02.2008 : 12:32:06 Uhr
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Hallo,
vielleicht sehe ich das etwas pessimistisch, aber warum sollte ein Medium gut recherchierte, aber langweilige Artikel veröffentlichen, wenn spektakuläre Halbwahrheiten sich viel besser verkaufen ?
Der Boulevard-Journalismus scheint "über die Hintertür" offenbar auch (seinerzeit ?) seriöse Medien zu beeinflussen, wenn zwar weiterhin anspruchsvolle Themen behandelt werden (statt Promis und Prinzessinen), aber die Aufbereitung sich weniger an absolut korrekter, unvoreingenommener Beschreibung der Fakten orientiert, sondern viel mehr, ob der Artikel die Leser fesseln kann. Wenn da die Fakten ein bisschen verdreht werden - wenn kümmert es ?
Grüße, Gerald |
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