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 Wein als Waffe in der Weltwirtschaftskrise
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Seite: von 10

DionysosII
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Deutschland
22 Beiträge

Erstellt am: 18.10.2008 :  11:31:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Liebe Weinfreunde!

Obwohl ich schon seit mehr als drei Jahrzehnten ein treuer und tiefer Verehrer des Gottes Dionysos bin, des Gottes der Lebensbejahung und der – freude, des Rausches, des Weines, des Orgiasmus`… war und bin ich doch ein ausgesprochener Wassertrinker.
Das wäre vielleicht noch verzeihlich, weil ich mich an keine Gelegenheit erinnern kann, ein Glas Rotwein – gleichsam dem „Blut der Erde“, wie es in dem populären Schlager heißt – verschmäht oder abgewiesen zu haben.
Aber, dass ich so wenig über diese hoch differenzierte Wissenschaft des Weines weiß – ist unverzeihlich.
Ein Fingerabdruck meiner Unkenntnis:
Noch vor drei Monaten hätte ich bei dem Wort „Parker“ wohl eher an einen Füllfederhalter oder an ein Kleidungsstück gedacht als an die „wandelnde Gesetzgebung“ im Bereich des Weines: Robert M. Parker.

Nun, was führt mich zu Euch?
Kurz geantwortet die Not; genauer und länger erklärt: die Notlage die im Gefolge der jetzt sicht entfaltenden Weltwirtschaftkrise eintritt.
Das 60-Billionen-Dollar-CDS-Derivaten-Problem und nicht wie es zuerst propagiert wurde, die US – Immobilienkrise (Umfang „nur“ 1-2 Billionen Dollar) offenbart sich immer mehr als die „Massenvernichtungswaffe“ (G. Soros).
Die Credit Default Swaps – Derivate würde ich aus dem Stand heraus als
„handelbare, keiner Kontrolle unterliegenden, daher zum größten Teil ungedeckte Kredit-Ausfall-Versicherungspapiere (oder –Wetten)“ bezeichnen.

„CDS sind wahrscheinlich die wichtigsten Finanzinstrumente überhaupt – sie haben es möglich gemacht, dass die US-Banken ihre Risiken auf stabile amerikanische und internationale Institutionen verteilen konnten.“

Alan Greenspan, im Mai 2006



So so , dieser „radioaktive“ Finanzmüll ist also sehr gut über den ganzen Globus verteilt! –
Kurz und gut: was uns auf der Erde durch diese CDS - Papiere „beschert“ wurde, ist gleichsam der verlorene geistige III. Weltkrieg; daher halte ich einen Vergleich mit der Lage Deutschlands nach dem 1. Weltkrieg für zulässig und als sehr gut geeignet, herauszufinden, was uns in den kommenden 4-5 Jahren höchstwahrscheinlich bevorsteht.
Infolge der vielen Billionen Dollar- Aufwendungen aller Staaten zwecks Lösung und Bewältigung der globalen Finanz – und Wirtschaftskrise (zusätzlich die kostspieligen Konjunkturprogramme) erhöhen sich die bereits im Verlauf von Jahrzehnten angehäuften Schuldenberge zu astronomischen Dimensionen. Die Staaten haben gar keine andere Wahl als die Zahl der Papierfabriken und Druckereien, die sich ausschließlich der Produktion von Banknoten widmen, drastisch zu erhöhen. Auf dem Höhepunkt der Inflation in Deutschland hatten 300 Papierfabriken und 150 Druckereien nur einen Auftraggeber: die Notenbank.
Diese wundersame Geldvermehrung führt in den kommenden 4-5 Jahren mit Notwendigkeit zu einer enormen Geldentwertung, weltweit.
Dabei lässt sich der nun einsetzende Prozess der sich beschleunigenden Inflation gut in drei Phasen von einer jeweiligen Dauer von 12-18 Monaten unterteilen.

1. Phase (12-18 Monate): noch relativ moderate Inflationsraten, aber eindeutig und stetig steigend

2.Phase (12-18 Monaten): die Inflationsraten nehmen bereits beunruhigende Ausmaße an 100 Prozent und mehr, viel mehr

3. Phase (12- 18 Monate): eine immer schneller galoppierende Inflation oder auch Hyperinflation genannt, wobei die letzten 6-3 Monaten vor der Währungsreform die schwersten und schlimmsten sind. Nach dem Währungsschnitt mit der Einführung der neuen Währung beginnen sich die Verhältnisse wieder langsam zu normalisieren.

Vor allem in der 3. Phase ist das Vertrauen in die bisherige Währung so stark erschüttert, dass nun vermehrt Tauschgeschäfte getätigt werden. Beliebt sind Gold- und Silbermünzen, aber auch Zigaretten, Schnaps und - Wein, die gleichsam als Ersatzwährung dienen, mittels derer man alles bekommen kann oder wie es damals hieß: „organisieren“ kann.

Für diese III. Phase der Inflation wäre ein Weindepot von mehreren hundert Flaschen durchaus erwägenswürdig und sinnvoll.
Der Wein als Tauschobjekt besitzt beachtliche Vorzüge; er ist relativ lange lagerfähig im Gegensatz zu den meisten Lebensmitteln. Selbst Nudeln, Reis und viele Konserven übertrieft er um viele Jahre.
Der Wein sollte nicht zu kostbar sein, denn es wäre bestimmt schmerzhaft für eine Kiste Äpfel oder Kartoffeln eine gute Flasche Bordeaux hinzugeben.
Ich halte eine Preisspanne zwischen 3-5 Euro? für eine Flasche Wein als geeignet. (Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.)
Da die zu erwartende Krise globale Dimensionen hat, wäre es auch möglich, dass es bis zur Währungszäsur länger als 4-5 Jahre dauert. Daher wäre es wünschenswert, wenn der Wein sich sagen wir mal 8- 10 Jahre lagern ließe.

Hier habe ich nun drei Weine ausgewählt und erbitte Euren werten Rat:


-Gran San Isidro, Bodegas San Isidro, Jumilla, Spanien 2006, Seco 12,5 vol.


- Maestria, Carinena, Reserva 2004, Spanien, 12,5 % vol.


- Weinzunft St. Johann, Dornfelder Rotwein 2007, halbtrocken, 11.5 % vol.





Welchen von diesen drei Weinen schätzt Ihr als den besten und welchen als den schlechtesten ein?
Wie lange können sie jeweils sachgemäß gelagert werden?
Aber ich lasse mir gern auch einen anderen Wein empfehlen.

Für Eure Hilfe bin ich Euch sehr dankbar und würde mich gerne mit Antworten zu anderen Themen, wie beispielsweise die neue Weltwirtschaftskrise#61514;, revanchieren.

Pardon, für diese Ausführlichkeit.


D.


Non multa - Excelsior!

DionysosII
Active Member

Deutschland
22 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  12:50:56 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Soeben durchblitzte mich der Gedanke:



Die lautlose Explosion:
Der geistig-finanzielle III. Weltkrieg hat bereits stattgefunden und – wir haben ihn alle verloren.



PS. Man merkt: George Soros lässt grüßen ….



D.

Non multa - Excelsior!
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weinfex
Senior Member

Deutschland
3573 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  13:09:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche weinfex's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo D,

Kurt Benesch hat einmal geschrieben:

"Ich kann es nicht vertragen, wenn die Leute aus ihrer Dummheit ein Schicksal machen."

So sollte man es vielleicht auch im Hinblick
auf die derzeitige Situation sehen...

Grüsse

weinfex
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chianti-man
Senior Member

Deutschland
1337 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  13:14:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche chianti-man's Homepage  Antwort mit Zitat
Lieber D.,

ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich dazu schreiben soll

a) keinen deiner drei Weine würde ich mir in Größenordnungen von mehreren 100 Flaschen in den Keller legen um ihn in 5 - 10 Jahren "einzutauschen". Da wirst du etwas mehr pro Flasche ausgeben müssen, wenn du "alterungsfähige" Weine haben willst.

b) da du scheinbar sehr viel Zeit hast und auch noch über "leicht" hellseherische Fähigkeiten zu verfügen scheinst, würde ich die verbleibende Zeit bis zum witschaftlichen Weltuntergang eher nutzen,um die nächsten zwei Jahre noch richtig Geld zu verdienen, dieses dann in den Kauf von Land zu stecken, dort Obst und Gemüse anbauen und dieses dann für das private Überleben, bzw. zum Tausch gegen andere benötigte Waren zu verwenden.

c) ich würde mich freuen, wenn du mir eines deiner in den letzte Jahren geschrieben Bücher über (das hast du bei deinem Wissen doch sicher) Weltwitschaftskrisen, Geldmarktpolitik, höheres Finanzwesen, etc., schenken könntest (natürlich mit persönlicher Widmung). Dieses würde ich dann gegen mehrere Zentner Kartoffeln eintauschen können.

Richtig ärgern mus ich mich nur über mich selbst.

Aus Unwissenheit über die zukünftige Finanznotlage der Welt habe ich mir für heute Abend bereits einen relativ teuren Wein geöffnet. Diesen hätte ich in 5 Jahren natürlich notwendig gebraucht.

Danke, dass du mir die Augen geöffnet hast.

Noch heute werde ich mir das Weißbier, das bei mir in der Garage steht gegen lang haltbaren bayerischen Doppelbock austauschen. Vielleicht dann in 6 Jahren selbst trinken oder tauschen. Mal sehen.



Viele Grüße

Chianti man
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Tony11
Senior Member

Deutschland
1718 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  14:08:25 Uhr  Profil anzeigen  Klicken Sie hier um Tony11's MSN Messenger Adresse anzuzeigen.  Antwort mit Zitat

Danke Klaus

Du hast zum Thema fast ALLES gesagt. Ich küsse Dich dafür

Werde deshalb nach meiner Arbeit am späteren Nachmittag mal nach meiner Waffensammlung schauen. Denke eine Stainless Steel Smith & Wesson, mit 8" Lauf + montierten ZF im Kaliber 44. Magnum mit 50 Schuss Munition sollte in 5-8 Jahren sicherlich so um die 600 Flaschen Dornfelder halbtrocken wert sein.

Mit den besten Grüssen

Tony Eleven

Soll ich Dir mal was sagen... ? Die nächste Flasche wartet !!!
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AS Maurer
Senior Member

Deutschland
1145 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  14:20:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AS Maurer's Homepage  Antwort mit Zitat
@ Tony

Ihr Schweizer habt es gut, Ihr dürft Waffen zuhause haben, wir in Deutschland müssen uns mit dem großen Kochmesser behelfen.

mit vinophilem Gruß

Armin Maurer
www.gutsweine.com
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Tony11
Senior Member

Deutschland
1718 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  14:32:43 Uhr  Profil anzeigen  Klicken Sie hier um Tony11's MSN Messenger Adresse anzuzeigen.  Antwort mit Zitat

Hallo Armin

Wenn schon Wein als Waffe nichts taugt, dann wenigstens was richtiges, ein grosses Kaliber.

Ob der Schweizer Weg mit seinem immer noch relativ liberalen Waffengestz + der Aufbewahrungspflicht seiner persönlichen Armeewaffe der richtige ist, sei mal so dahin gestellt.

Obwohl neben dem grossen Küchenmesser halbsüsser Dornfelder sicherlich auch als (Wurf-)Waffe gelten kann.

Mit den besten Grüssen

Tony Eleven

Soll ich Dir mal was sagen... ? Die nächste Flasche wartet !!!
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AS Maurer
Senior Member

Deutschland
1145 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  15:20:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AS Maurer's Homepage  Antwort mit Zitat
Tony ich glaube halbsüsser Dornfelder zählt nicht zu den Wurfwaffen sondern zu den biologischen Waffen und ist von der Genfer Konvebtion geächtet.

Ob die Genfer Konvention während oder nach einem III. geistig-finanziellen Weltkrieg noch Anwendung erfährt weiß ich allerdings nicht!?

mit vinophilem Gruß

Armin Maurer
www.gutsweine.com
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rieslingmaster72
Advanced Member

Schweiz
200 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  22:01:48 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AS Maurer

Tony ich glaube halbsüsser Dornfelder zählt nicht zu den Wurfwaffen sondern zu den biologischen Waffen und ist von der Genfer Konvebtion geächtet.

Ob die Genfer Konvention während oder nach einem III. geistig-finanziellen Weltkrieg noch Anwendung erfährt weiß ich allerdings nicht!?



ha ha Genfer Konvention, kannst du mir einen Krieg nennen wo die Konvetion eingehalten wurde ??
darum , süsser Dornfelder bunkern
oder etwas Grosskalibriges im Schrank haben....

Glücklich sein ist nicht das wichtigste im Leben, sondern lebendig zu sein.
Erich Fromm
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rieslingmaster72
Advanced Member

Schweiz
200 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2008 :  22:10:49 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: AS Maurer

Tony ich glaube halbsüsser Dornfelder zählt nicht zu den Wurfwaffen sondern zu den biologischen Waffen und ist von der Genfer Konvebtion geächtet.

Ob die Genfer Konvention während oder nach einem III. geistig-finanziellen Weltkrieg noch Anwendung erfährt weiß ich allerdings nicht!?



ha ha Genfer Konvention, kannst du mir einen Krieg nennen wo die Konvetion eingehalten wurde ??
darum , süsser Dornfelder bunkern
oder etwas Grosskalibriges im Schrank haben....

Glücklich sein ist nicht das wichtigste im Leben, sondern lebendig zu sein.
Erich Fromm
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djn-vienna
Senior Member

Deutschland
1297 Beiträge

Erstellt  am: 19.10.2008 :  00:24:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche djn-vienna's Homepage  Antwort mit Zitat

Hallo D,

ist das dein Ernst?
Kannst du mir erklären, woher du solche Informationen nimmst? Kenne mich etwas in der Wirtschaft aus, und muss sagen, dass dies größtenteils völlig aus der Luft gegriffen ist und irgendwelchen panikmachenden Büchern entnommen ist.
Aber ich habe keine Lust, hier über solche Dinge zu schreiben.
Deshalb versuche ich deine Fragen zu beantworten und versuche mich in dein Horrorszenario hineinzuversetzten.
In einem so schwer wiegenden Fall, dieser zwangsweise länger andauern wird, spielt die Qualität des Weines keine große Rolle. Deshalb sind deine 3-5 Euro gut gewählt.
Falls du aber doch in Qualität investieren möchtest, kaufe Weine die mit 100 Punkten bewertet worden sind. Dir sagt ja nun der Parker etwas. So macht du nämlich kein Geld kaputt und kannst im Notfall, also in 4-5 Jahren, mit mir gegen Kartoffel, Äpfel oder Schuhe tauschen.

Wünsche dir alles Gute.

Daniel

PS: Kaufe die Weine erst kurz vor dem Zusammenbruch. Sonst bekommst du, zumindest beim Dornfelder, weniger Äpfel dafür.

-Wegen meiner Weinleidenschaft hatte ich kein Geld mehr für die Miete und musste in einen Keller ziehen- aber in was für einen Keller!!!-
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